Fragen & Antworten
Die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden – vor allem rund um Datenverlust und Festplattenschäden.
Ablauf und Kosten
Wie schnell können Sie kommen?
In vielen Fällen noch am selben Tag. Rufen Sie an und schildern Sie kurz das Problem – dann finden wir einen Termin, der passt. Auch abends und am Wochenende sind wir erreichbar.
Muss ich meinen Rechner irgendwo hinbringen?
Normalerweise nicht. Wir kommen zu Ihnen und arbeiten vor Ort. Nur wenn ein Gerät länger in Behandlung muss oder ein Datenträger ins Labor gehört, nehmen wir es mit – und sagen Ihnen das vorher.
Was kostet der Einsatz?
Die Arbeitszeit kostet 26,00 € je angefangene 15 Minuten, also 104,00 € pro Stunde. Dazu kommt eine Anfahrtspauschale von 14,99 € innerhalb Berlins, mindestens werden 30 Minuten berechnet. Beide Beträge enthalten die Umsatzsteuer. Beispiele für typische Aufträge finden Sie auf der Preisseite. Vor Arbeitsbeginn bekommen Sie eine Einschätzung, was auf Sie zukommt.
Was, wenn das Problem nicht lösbar ist?
Das sagen wir Ihnen, sobald es absehbar ist – nicht erst nach drei Stunden. Bei alten Geräten kommt es vor, dass eine Reparatur wirtschaftlich keinen Sinn mehr ergibt. Dann beraten wir Sie stattdessen zu den Alternativen.
Datenverlust vorbeugen
Wie beuge ich einem Datenverlust wirksam vor?
Regelmäßige Sicherungen sind die mit Abstand wirksamste Maßnahme – auf eine externe Festplatte, ein NAS oder als vollständige Kopie des Datenträgers. Wichtig: Die Sicherungen gelegentlich auf Vollständigkeit prüfen. Daten, die sich täglich ändern, sollten auch täglich gesichert werden. E-Mails nicht vergessen.
Aktueller Virenschutz mit tagesaktuellen Virendefinitionen, ergänzt durch eine Firewall, die Zugriffe auf Ihren Rechner überwacht.
Regelmäßige Wartung: Datenträger optimieren und den Rechner innen von Staub befreien. Staub führt zu Überhitzung, und Überhitzung schädigt Bauteile – auch die Festplatte.
Was sind die häufigsten Ursachen für Datenverlust?
- Hardwaredefekte – die häufigste Ursache überhaupt, etwa ein Festplattencrash durch Erschütterung oder starke Temperaturschwankungen
- Befall durch Viren, Würmer oder Erpressersoftware
- Fehlerhafte Softwareinstallation
- Versehentliches Löschen, Formatieren oder Partitionieren
- Verschleiß und altersbedingte Schäden
- Physikalische Schäden durch Brand, Wasser oder Überspannung
Festplatte und Datenrettung
Meine Festplatte macht ungewöhnliche Geräusche – was bedeutet das?
Schleifen, Pfeifen oder Klacken sind starke Anzeichen für einen mechanischen Defekt und damit für einen bevorstehenden Datenverlust. Dasselbe gilt für gehäufte Schreib- oder Lesefehler.
Schalten Sie den Rechner umgehend aus. Ein weiterer Neustart kann eine bereits beschädigte Festplatte endgültig zerstören oder Daten überschreiben, die für eine Wiederherstellung nötig wären. Setzen Sie auch keine Datenrettungssoftware ein, solange unklar ist, um welche Art von Fehler es sich handelt – bei mechanischen Schäden verschlimmert das die Lage.
Was ist ein Headcrash – und ist danach noch eine Datenrettung möglich?
Von einem Headcrash spricht man, wenn der Schreib-/Lesekopf die empfindliche Magnetplatte im Inneren der Festplatte berührt. Es gibt zwar einen Schutzfilm auf den Magnetplatten, der reicht aber nicht aus, um die Folgeschäden zu verhindern. Dabei gehen fast immer Daten verloren, in seltenen Fällen wird der Zugriff komplett verweigert.
Ursachen sind altersbedingter Verschleiß, fehlerhafter Einbau, starke Temperaturschwankungen, Stromausfälle oder Erschütterungen.
Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Rettung: Die Festplatte muss vom BIOS noch erkannt werden.
Mein Computer zeigt einen Bluescreen – ist das ein Anzeichen für Datenverlust?
Wird die Festplatte vom BIOS noch erkannt, das Betriebssystem meldet aber nur noch einen Bluescreen, ist die häufigste Ursache ein Virenbefall oder eine beschädigte Systeminstallation. Seltener hat der Schreib-/Lesekopf ausgerechnet den Bereich beschädigt, in dem die zum Starten benötigten Daten liegen.
Versuchen Sie in diesem Fall nicht, den Fehler selbst zu beheben, und installieren Sie keine neue Software – dabei können Dateien überschrieben werden, die später nicht mehr wiederherstellbar sind.
Die Festplatte wird gar nicht mehr erkannt – was nun?
Wird die Platte weder vom BIOS noch vom Betriebssystem erkannt und sind keine Anlaufgeräusche mehr zu hören, prüfen wir zuerst das Naheliegende: Stromversorgung, Anschlüsse und Kabel. Auch ein Mainboard-Fehler kommt in Frage.
Trifft nichts davon zu, liegt in der Regel ein physikalischer Schaden vor – mechanisch, etwa ein Headcrash, oder elektronisch durch Verschleiß. Solche Datenträger müssen in einem Reinraum geöffnet und analysiert werden.
Wasserschaden oder Brandschaden – sind die Daten verloren?
Nicht zwangsläufig. Datenträger mit Wasserschaden lassen sich in vielen Fällen bearbeiten und die Daten wiederherstellen.
Nach einem Brandschaden gelingt die Rettung meist durch Ersetzen defekter Bauteile, in schwierigeren Fällen im Reinraumlabor. Selbst bei starken Brandspuren ist eine vollständige Wiederherstellung häufig möglich.
Elektronikschaden oder abgebrochener Anschlusspin?
Elektronikschäden entstehen durch Spannungsschwankungen oder Kurzschluss – der Zugriff auf die Daten ist dann nicht mehr möglich, die Daten selbst sind aber meist unversehrt. Eine Rettung gelingt in den meisten Fällen problemlos.
Dasselbe gilt für einen abgebrochenen Schnittstellenpin: Auf die Magnetplatten kann direkt zugegriffen werden, die Daten sind bei dieser Fehlerursache in der Regel intakt.
Können auch Daten von Notebooks, Speicherkarten oder USB-Sticks gerettet werden?
Ja. Bei Notebook-Festplatten gilt dasselbe wie bei Desktop-Platten – es kommt auf die Art des Schadens an. Bei manchen Modellen ist die Platte allerdings so verbaut, dass sie nicht ohne Weiteres ausgebaut werden kann; dann muss das ganze Gerät zu uns.
Speicherkarten, USB-Sticks und Kameraspeicher lassen sich ebenfalls bearbeiten. Wichtig: Ab dem Moment des Datenverlusts nicht mehr benutzen und nichts mehr darauf speichern.
Lassen sich komprimierte oder verschlüsselte Daten wiederherstellen?
Bei vom Betriebssystem komprimierten Datenträgern stehen die Chancen auf eine vollständige Wiederherstellung gut.
Bei stark verschlüsselten Daten ist eine Rettung ohne den passenden Schlüssel praktisch nicht möglich. Bewahren Sie Wiederherstellungsschlüssel deshalb getrennt vom Gerät auf.
Wo sind die Grenzen der Datenrettung?
Sobald die physikalische Information zerstört ist – etwa weil die Beschichtung des Datenträgers durch einen Headcrash beschädigt wurde – kann auch ein spezialisiertes Labor nichts mehr ausrichten. Mit der Beschichtung ist die darin gespeicherte Information weg.
Ebenso aussichtslos ist es, wenn Sektoren versehentlich überschrieben wurden. Technisch ist da mitunter noch etwas machbar, der Aufwand steht aber fast nie im Verhältnis zum Ergebnis.
Was kostet eine Datenrettung?
Jeder Fall ist anders, deshalb gibt es keinen Pauschalpreis. Wir versuchen zunächst vor Ort eine Sicherung zu erstellen – das dauert meist nicht lange und zeigt schnell, ob eine Rücksicherung Aussicht auf Erfolg hat.
Muss der Datenträger ins Labor, bekommen Sie vorher einen Kostenvoranschlag und entscheiden dann selbst, ob Ihnen die Daten den Aufwand wert sind. Die Richtwerte finden Sie auf der Preisseite.
Ihre Frage war nicht dabei?
Rufen Sie an – wir beantworten sie Ihnen direkt, ohne dass daraus gleich ein Auftrag werden muss.